Fun, Feiern, Fröhlichkeit- wir feiern Fasching! - Sophie S.
- Redaktion
- 14. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
„Fasching“, „Fasnacht“ oder „Karneval“ – egal, wie man es nennt, es ist die bunte Zeit vor der Fastenzeit: Mit Kostümen, Masken und viel Spaß. Bis zum 4. März feiern viele Länder, aber jedes auf seine eigene Weise. Bei uns gibt’s das „Faschings-Gschnas“, anderswo wird Samba getanzt oder coole Masken getragen. Werde mit uns zum Faschings-Experten – hier erfährst du alles, was du wissen musst!
Der Fasching beginnt am 11.11 um 11:00 Uhr und endet am Faschingsdienstag, am Tag vor dem Aschermittwoch. Der Faschingsdienstag fällt heuer auf den 4. März 2025 – danach ist Schluss mit lustig! Dieser Tag ist der Höhepunkt der Faschingszeit, an dem die meisten Feiern und Umzüge stattfinden. Aber wann gibt es eigentlich Fasching? Und warum feiern wir das? Und was genau feiern wir da?
Wer hat’s erfunden?
Fasching wurde nicht von einer einzelnen Person erfunden. Sondern ist ein alter Brauch, der vor langer Zeit entstanden ist. Fasching hat seinen Ursprung in alten heidnischen und römischen Festen.
· Bereits im Altertum feierten die Römer das „Saturnalia“ (Winterfest). Schon damals spielten Masken und ausgelassenes Feiern eine wichtige Rolle.
· In Italien wurde diese Tradition weiter gepflegt, und Venedig entwickelte im Mittelalter eine berühmte Maskenball-Kultur.
· Besonders in Süddeutschland und Österreich nahmen die Faschingsbräuche im Mittelalter Formen an. Aus ursprünglich heidnischen Festen entstand der Fasching als letzter Höhepunkt vor der Fastenzeit, in der nur noch spärlich gegessen wurde – eine letzte Gelegenheit zum ausgelassenen Feiern.
Fasching stammt also aus römischen und heidnischen Traditionen und wurde später ins christliche Brauchtum übernommen.
Fasching, Fasnacht oder Karneval- was denn nun?
In Österreich und Bayern sagen wir meistens „Fasching“. Der Name kommt wohl vom alten Wort „Vaschang“, was so viel wie „fasten“ oder „verzichten“ bedeutet. Der Name hängt also mit dem Abschied vom Feiern zusammen, bevor man in der Fastenzeit weniger feiert. „Fasnacht“ wird in vielen Regionen Deutschlands verwendet. Es kommt vom mittelhochdeutschen „vastennacht“, was „Nacht vor dem Fasten“ heißt. „Karneval“ sagt man vor allem im Rheinland und in Westdeutschland. Auch in vielen anderen Sprachen ist der Begriff ähnlich, zum Beispiel im Englischen „carnival“. Der Name kommt vom lateinischen „carne levare“, was „Fleisch wegnehmen“ oder „auf Fleisch verzichten“ bedeutet.
Unterschiedliche Länder, unterschiedliche Bräuche
Bei uns in Österreich und bei unserem Nachbarn geht man gern kostümiert auf „Faschingsbälle“ oder einen „Faschings-Gschnas“. Oder man erzählt sich lustige Witze auf „Faschings-Sitzungen“, wo sich ganze Vereine das ganze Jahr darauf vorbereiten. Hauptsache, es reimt sich und bringt zum Lachen! Besonders in Kärnten und den deutschen Städten Köln, Düsseldorf und Mainz sind diese „Sitzungen“ sehr beliebt. Daneben gibt es Umzüge und Straßenfeste in Städten und Dörfern, wo große Motivwagen mit Faschings-Gruppen und Masken, die sich einem Thema widmen, durch die Straßen ziehen. Dabei rufen sie die traditionelle Narrenrufe, die während der Faschingszeit verwendet werden. Bei uns hast du sicher schon mal gehört, wie die „Narren“ (Faschingsgäste) fröhlich „Leilei“ rufen (zum Beispiel in Kärnten). In Deutschland sagt man lieber „Helau“ oder „Alaaf“, wie die lustigen Kölner das tun. Die genaue Herkunft ist unklar. Oft wird mit einem „Narrenruf“ und einem Bieranstich die Faschingszeit bei uns offiziell eröffnet.
Es darf noch einmal so richtig geschlemmt werden
Ganz wichtig bei uns Österreichern: der Faschingskrapfen! Ob mit Nutella, mit Marmelade oder Marzipan-Füllung, jeder liebt sie! Vor der Fastenzeit darf man noch mal so richtig zugreifen. Das ist vielleicht der leckerste Faschingsbrauch überhaupt!
Kennst du auch diese typischen Faschingsgerichte? Probier das doch einfach mal alles aus!
· Berliner, Krapfen, Kreppel: mit oder ohne Füllung – aber nie ohne Puderzucker!
· Brezn: besonders in Süddeutschland beliebt.
· Mutzen (auch: „Mütze“): Kleine frittierte Teigstücke, ähnlich wie Donuts, aus dem deutschen Rheinland
· Bergkäse und Wurst: Besonders in ländlichen Gegenden.
· Faschingsmuffins: süß, bunt, lecker
· Sauerbraten: Wenn es mal deftig sein soll!
· Eingelegter Hering und Fischsalat: im hohen Norden beliebt
· Reibekuchen (oder Kartoffelpuffer): besonders in Deutschland beliebt, mit Apfelmus gegessen
Fasching ohne Kostüme und Masken? Undenkbar!
Natürlich ist im Fasching eines ganz besonders lustig: Wir dürfen uns kostümieren und für einen Tag mal Pirat, Cowboy oder Eisprinzessin sein. Aber nicht nur wir Kinder, auch die Erwachsenen lieben das! Während des Faschings kann man weltweit beeindruckende und ausgefallene Kostüme und Masken bewundernier eine Auswahl:
· Venedig (Italien): Der Karneval in Venedig ist super bekannt und berühmt für die schönen Kostüme und Masken. Viele tragen alte Barock- oder Rokoko-Kleider und coole Masken wie die „Bauta“ oder „Moretta“. Es sieht richtig beeindruckend aus, vor der alten Stadt mit ihren engen Gassen! Ein cooles Event ist der „Flug des Engels“, bei dem jemand von einem Turm herunterschwebt.
· Rio de Janeiro (Brasilien): In Rio gibt es einen riesigen Karneval mit bunten und glitzernden Kostümen. Viele tanzen Samba, einen richtig fröhlichen Tanz. Die Kostüme sind voll mit Federn und Pailletten und sehen total toll aus. Es gibt große Umzüge und Paraden, die jedes Jahr tausende Menschen anziehen!
· Österreich: In Österreich tragen die Leute je nach Region verschiedene Faschingskostüme. In Wien sind elegante oder lustige Kostüme beliebt. Auf dem Land sieht man oft traditionelle Trachten oder gruselige Masken wie die der „Perchten“ (Wintergeister). Besonders bekannt ist der Villacher Fasching in Kärnten, mit bunten Wagen und coolen Kostümen.Köln,
· Düsseldorf, Mainz: (Deutschland): Im deutschen Köln findet einer der größten Karnevalsumzüge Europas, mit Tausenden von Jecken („Narren“, Menschen, die feiern), statt.
· New Orleans (USA): Der "Mardi Gras" ist eine riesige Veranstaltung mit Paraden und Feierlichkeiten, der jedes Jahr wieder unglaublich viele Besucher anlockt.
· Trinidad und Tobago: Dort feiert man das Baldachin-Fest mit bunten Kostümen und Straßenparaden. Sehr beeindruckend!
Spannende Fakten! Wusstest du, dass…
· …Fasching ursprünglich ein Fest der "Narrenfreiheit" war: Im Mittelalter durften Menschen während des Karnevals für kurze Zeit gesellschaftliche Normen und Hierarchien brechen – auch die höheren Stände mussten sich den "Narren" unterordnen!
· …in Finnland der Faschingsdienstag Laskiainen heißt? In der Landeshauptstadt Helsinki wird für einen guten Zweck gerodelt, denn der Tradition nach soll sich das Schlittenfahren positiv auf die kommenden Ernten auswirken. Je öfter also gerodelt wird, umso besser fällt die Ernte aus – so glaubt man! Dieser Brauch ist vor allem unter den Studenten ein riesiger Spaß und viel Mühe wird in den Bau eigener Schlittengefährte gelegt.
· …dass am Donnerstag vor dem Rosenmontag, am sogenannten „Altweiberfasching“, es Tradition ist, dass die Frauen in Köln und in anderen deutschen Städten die Krawatten der Männer abschneiden? Die Männer dürfen nichts dagegen tun. Daher ziehen die Männer, die daran denken, an dem Tag lieber eine alte Krawatte an. Entschädigt für den Verlust werden die lieben Männer von den lieben Frauen mit einem lieben Kuss.
Mitmach-Tipp!
Fasching ist also voll von lustigen, verrückten und faszinierenden Traditionen rund um den Globus! Mach doch mit! Organisiere mit Freunden oder der Familie eine Faschings-Schnitzeljagd im Garten oder in der Nachbarschaft. Verstecke bunte Süßigkeiten, kleine Masken oder Faschingsartikel und erstelle eine kinderfreundliche Karte oder Hinweise. Kinder können dann in ihren Kostümen die "Schätze" suchen und dabei viel Spaß haben. Eine kreative und aktive Möglichkeit, Fasching zu feiern, ohne den traditionellen Umzug! Viel Spaß – und Lei Lei!
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